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fragen. gedanken. meinungen. zweifel. bekenntnisse.

Menschliches

Wir, das sind bisher Lukas Böhm und Crispin Müller. Wir kennen uns schon eine Weile und mögen uns ebenso lange gut leiden. So stolpern wir dann Seit an Seit frohen Mutes durchs Leben und sind über ein paar Umwege im Shirtgeschäft gelandet. Das hätte sich vor ein paar Jahren wohl auch keiner von uns ausgemalt. Macht die Sache aber umso spannender, denn: wir glauben, dass der Modewelt ein paar fachfremde Idealisten ganz gut tun. Und wenn alles nach Plan läuft, werden wir in den nächsten Jahren nachhaltige Veränderungen in einer immer noch von Ausbeutung geprägten Branche anstoßen können.

Einfache Antwort: Weil es wirklich sehr viel Spaß macht.

Angefangen haben wir aus einer spontanen Idee heraus und irgendwie hat sich alles bis hierhin entwickelt. Wir probieren aus, machen Fehler, machen mal einen Monat Pause, machen dies und das und manchmal auch verschiedene Dinge.

Der Reiz besteht wohl darin, auszutesten, inwieweit wir wirklich ein alternatives Unternehmen aufbauen können, ohne dabei Kompromisse einzugehen was unsere persönlichen Werte und Grundsätze angeht.

Wenn alles gut läuft, schaffen wir es, über die Zeit ein Unternehmen aufzubauen, welches uns wirklich unsere Existenz sichern kann. Bis dahin ist noch Stückchen Weg zurückzulegen, aber der Weg ist ja bekanntlich das Ziel. Und mit guter Laune ist noch jeder gerne gewandert.

Fairness, Transparenz, Nachhaltigkeit. Umweltschutz und generell erstmal denken vor dem Handeln. Selbstbestimmtes Arbeiten. HipHop auch, aber Hallo. Sowieso: Certified fresh zu jeder Jahreszeit. Gutes Essen, starker Kaffee, blauer Himmel. Mal nen Nachmittag spontan frei machen. Bis spät in die Nacht malen / programmieren / Breaking Bad gucken. Nochmal nen Nachmittag frei machen, die Sonne scheint ja schließlich. Vor einer Deadline dann nochmal in Panik verfallen. Kurz vor knapp dann doch alles schaffen und für die Zukunft nichts draus lernen. Haben wir HipHop schon erwähnt? Tanzen, tanzen, tanzen. Den politischen Anspruch nicht verlieren. Feminismus. Antirassismus. Die Farbe Lila. Alte Rollenbilder niederreißen, keine Neuen errichten. Nochmal HipHop, nochmal lauter. Und schließlich: Kapitalismus überwinden.

Das gute Leben halt.

Produkte

Unsere Shirts werden von Mila Clothing in Indien gefertigt und sind GOTS zertifiziert. Die Baumwolle ist Bio und Fairtrade zertifiziert und kommt von der immer gleichen Plantage in Orissa. Das garantiert Qualität und Beständigkeit. Gerade für die Baumwollbauern und Bäuerinnen, die dadurch Planungssicherheit haben.

Auch der Rest der Lieferkette (Entkörnen, Stricken und Färben) ist transparent. Wir vertrauen dabei neben den Siegeln vor allem den guten Menschen von 3Freunde aus Konstanz. Die haben Mila Clothing mitbegründet, sind regelmäßig vor Ort und garantieren eine Mindestabnahmemenge. Auch hier ist es die Planungssicherheit, die (neben den existenzsichernden Löhnen) großen Anteil an guten Arbeitsplätzen hat.

Mila Clothing wird übrigens auch als Beispiel in der Kampagne für faire Kleidung des BMZ herangezogen.

Das waren jetzt nur wenige Sätze, die dich in kurzer Zeit davon überzeugen sollen, dass wir es mit der Fairness ernst meinen. Aber es gibt natürlich noch viel mehr zu erzählen. Wenn du also wirklich interessiert bist und mehr erfahren willst, gibt es hier nochmal die Geschichte, wie wir zu unserer jetzigen Lieferkette gekommen sind und warum wir von ihr überzeugt sind. (Coming very soon!)

Bedruckt werden eure Shirts ganz in der Nähe von uns, in der Dortmunder Nordstadt. Dort, nahe des Borsigplatzes, sitzen We Make the Hype mit ihren Kornit-Digitaldruckern. Im Schnitt fahren wir zweimal in der Woche da vorbei und geben die gepackten Pakete ab. Die Shirts werden dann dort noch einmal kurz ausgepackt, bedruckt, wieder eingepackt und von der Post abgeholt.

We Make the Hype bedruckt sonst leider auch viele nicht faire Shirts. Wir würden gerne ausschließlich mit Unternehmen zusammenarbeiten, die ähnliche Visionen haben wie wir, aber noch sind wir nicht an diesem Punkt. Wir hatten einmal eine Druckerei, die diesen Anforderungen entsprochen hätte. Aber: Diese Druckerei sitzt in Dresden und wir mussten feststellen, dass auch Digitaldruck noch viel handwerkliches Geschick erfordert. Sprich: wir müssen vor Ort sein, um die Druckdateien einzupflegen, Testdrucke zu machen und alles anzupassen. Nur so können wir wirklich garantieren, dass die Drucke dauerhaft unseren Qualitätsanforderungen gerecht werden. Die besten Absichten nutzen nichts, wenn bei euch Shirts ankommen, die ihr nicht tragen wollt.

Deshalb sind wir momentan ganz ausgesprochen glücklich mit unseren Partnern: Menschlich fantastisch und fachlich kompetent!

Und wer weiß, vielleicht haben wir ja Glück und werden so groß, dass wir irgendwann unsere eigene Druckerei gründen. Die Zukunft bleibt spannend!

Es gibt eben Shirts, die sind tailliert geschnitten und es gibt eben Shirts, die sind gerade geschnitten. Klassischerweise werden die tailliert geschnittenen als Damenshirts und die geraden als Herrenshirts gehandelt. Ein kurzer Blick in den Freundeskreis offenbart aber genug Menschen, die diese Einteilung ad absurdum führen und so haben wir sie fallen gelassen.

Tragt, was ihr tragen wollt und lasst euch nicht in Schubladen stecken, in die ihr vielleicht gar nicht hineinwollt.

Wirtschaftssystem

Der gute alte Kapitalismus, Wurzel allen Übels. Ja, das ist sehr vereinfachend. Ja, die Thematik ist natürlich komplex und unser Traum vom „postcapitalist clothing“ ist irgendwo naiv. Wir sind uns dessen sehr bewusst. Trotzdem: für uns steht Kapitalismus für die allerorts anzutreffende Geisteshaltung, dass nur das Geld zählt. Und davon wollen wir uns lossagen. Es ist für uns völlig unverständlich, wie viele Unternehmen nur existieren, um Geld zu erwirtschaften. Und wie normal das vielen erscheint. Wenn meine Maximen Profit und Shareholder Value heißen, müssen andere Aspekte zwangsweise kürzer treten. Umweltzerstörung und Ausbeutung machen leider viele Geschäftskonzepte erst wirtschaftlich.

Für uns steht Nachhaltigkeit und Fairness an erster Stelle. Unser Projekt soll etwas verbessern. Von den Leuten, die die Baumwolle ernten bis hin zu uns, die wir hoffentlich von einer sinnvollen Tätigkeit einen Lebensunterhalt bestreiten können. Jede Entscheidung, die wir treffen, wird zuerst unter ethischen Gesichtspunkten beurteilt, erst dann wird gerechnet.

Wir zahlen für die Herstellung unserer Shirts einen Preis. Wenn wir die Sachen dann an euch weiterreichen, verlangen wir von euch einen höheren Preis, als wir gezahlt haben. So weit, so normal. Denn: Wir haben gewisse Kosten und am liebsten würden wir in naher Zukunft auch von diesem Projekt leben können.

Aber welche Marge ist fair?

Wir glauben, dass es keinen Sinn macht, einen festen Preis vorzugeben. Wir können euch einen Preis sagen, der für uns mittelfristig dazu führt, dass feinwasser weiter existiert. Solltet ihr aber wenig Geld haben, werden wir euch nicht böse sein, wenn ihr nur weniger zahlen könnt. Ihr wollt schließlich ein faires Produkt kaufen und das ist eine gute Sache.

Solltest du allerdings nicht jeden Euro zweimal umdrehen müssen: Wir glauben, dass du fair genug bist, ein wenig mehr als den Durchschnitt zu zahlen. Du erwirbst schließlich etwas, an dem du viele Jahre Freude haben wirst. Außerdem sorgst du so dafür, dass du auch in Zukunft weiter schöne Sachen bei uns kaufen kannst.

Was wir gut finden und unterstützen möchten

Wir sind schon lange selbst in verschiedenen weltverbesserischen Initiativen unterwegs und unterstützen progressives Engagement. Zum einen durch die Öffentlichkeit, die wir schaffen können und zum anderen durch Geldspenden. Hier sind die Motive, die wir für Initiativen gemalt haben. Ein Teil der Erlöse aus Shirts mit diesem Motiv wird dann gespendet.

Momentan sind dies zehn Prozent vom Umsatz. Wie viel die Initiativen also am Ende bekommen, hängt davon ab, wie viel ihr für ein Shirt zahlt.

Das Netzwerk Plurale Ökonomik ist ein bundesweiter Verband von verschiedenen Lokalgruppen, die sich ein großes Ziel gesetzt haben: Die Lehre und Forschung in der VWL ganz grundlegend zu verändern. Denn das, was da zur Zeit passiert ist ganz und gar nicht mit einer wünschenswerten Zukunft kompatibel. Lehren von ewigem Wachstum und rationalen, nutzenmaximierenden Individuen geben allen Studierenden ein sehr einseitiges Weltbild an die Hand. Dies reproduziert sich dann in allen Bereichen, in denen diese Menschen später einmal arbeiten werden. Das Netzwerk möchte ein breiteres, interdisziplinäres Verständnis von Wirtschaftswissenschaft etablieren und wir stehen da sehr überzeugt hinter.

Lebensmittelproduktion ist ein Thema, das einem schnell die Lust am Essen nehmen kann, sobald zu viel darüber bekannt wird. Zu den meisten Dingen, die auf unseren Tellern landen haben wir keinen Bezug. Und erst recht sehen wir nicht, wie viel schon weggeschmissen werden musste, damit es uns erreicht. Die Solidarische Landwirtschaft geht da andere Wege. Eine Gruppe Menschen verpflichtet sich einen Bauernhof zu finanzieren und bekommt dann das, was dort erwirtschaftet wird. Mal ist es mehr, mal ist es weniger. Aber dafür ist es für alle Beteiligten ein fairer, transparenter Prozess und die Lebensmittel sind bester Qualität.

Der gemeinnützige Verein „Projekt Ankommen e.V.“ unterstützt Geflüchtete im gesamten Stadtgebiet von Dortmund bei der Integration. Das Angebot reicht von Sprachkursen und Patenschaften bis zu Auszugshilfe. Wir glauben, dass Integration ein sehr langfristiges Unterfangen ist und wollen deshalb die guten Menschen unterstützen, die sich über die akuten Notstände der vergangenen Jahre hinaus für eine nachhaltige Willkommenskultur einsetzen.

Das klingt jetzt sehr verklausuliert, soll aber nur heißen: Geflüchtete Menschen brauchen mehr als ein warmes Bett bei der Ankunft. Lasst uns dabei helfen, dass sie zu aktiven Teilhabern unserer Gesellschaft werden.

SCHLAU NRW steht für Aufklärung zu sexueller Orientierung und geschlechtlicher Vielfalt. Diese wichtige Arbeit wird durch den gesellschaftlichen Rechtsruck in letzter Zeit immer schwieriger und so hoffen wir, sie zumindest ein wenig unterstützen zu können.

Jeder von euch hat wahrscheinlich Freunde, deren Outing ein langwieriger, schwieriger Prozess war. Wir hoffen, dass durch die Arbeit von SCHLAU NRW vielen Jugendlichen die Normalität ihrer Sexualität gezeigt wird und sie nicht zu lange völlig unnötige Sorgen mit sich herumtragen.

Gute Frage. Stell es uns doch nochmal etwas konkreter unter hallo@feinwasser.de vor, vielleicht ändert sich das ja ganz schnell!

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